DIE GESCHICHTE DES STÖCKELSCHUHS 1 2 3 4 5 
In der Nachbarschaft der Läden von Worth installierten sich andere Häuser der Haute Coture wie Paquin, Chérnit und Doucet, die Paris bald zur Modehauptstadt werden liessen. Einige Schuster, die für diese Modehäuser arbeiteten, machten sich als Schuhdesigner selbständig. Unter ihnen hob sich Pinet, der 1855 nach Paris kam, um im Hause Worth zu arbeiten, besonders hervor und wurde durch den Absatz, der dünner und geradliniger als der populäre "Louis"war, und der heute noch seinen Namen trägt, weltweit bekannt. Ein anderer berühmt gewordener Schuhdesigner war Pietro Yanturni, der sich selbst "der teuerste Schuster der Welt" nannte und dessen exklusive Kundschaft aus nur 20 Kunden bestand. Seine Schuhe sind heute im 'Metropolitan Museum of Art' in New York ausgestellt. Ihm folgte André Perugia, dessen Schuhe im Musée de la Chaussure, in Romans, Frankreich, ausgestellt sind.
1900 lebte von Erinnerungen aus dem vorausgegangenen Jahrhundert.  Nackte Körperteile einer Frau sehen zu können, wurden immer noch als unanständig betrachtet und der Bequemlichkeit wurde zu Lasten der Mode der Vorteil gegeben, die jetzt mehr in die Privatatmosphäre des eigenen Hauses verbannt war.  In der Öffentlichkeit trug man eng anliegende oder Schnürstiefel.

Dieser Trend änderte sich nach dem Ersten Weltkrieg. Mit der sich wiederholenden Ökonomie hielt der spitze Schnürschuh mit hohen Absätzen des Typ "Louis" seinen Einzug. Es war wie eine Explosion von Farben, und Schuhe mit hohen Absätzen wurden sogar zum Tanzen verwendet.
In den 30iger Jahren kam die grosse Wirtschaftskrise, die sich auch in der Mode widerspiegelte. Die Absätze wurden kleiner und breiter. Die Schnürstiefel zum spazierengehen rivalisierten mit den Sandalen, die die Hausschuhe beeinflussten, deren Spitzen und Fersen offen waren.

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